Moringa Oleifera - Der Baum des Lebens

Bockshornkleesamen

Auch bekannt als

  • Meerrettichbaum aufgrund der Schärfe seiner Sprossen und Wurzeln

  • Trommelstockbaum aufgrund seiner langen Schoten

  • Klärmittelbaum, da die aufgebrochenen Samen Schmutz im Wasser binden

  • Baum des Lebens durch seine extreme Nährstoffdichte. Nicht umsonst steht er seinen Ursprungsländern oft neben Krankenhäusern, um die Versorgung von Schwachen, Schwangeren und Kindern zu gewährleisten.

Beheimatet ist der Moringabaum ursprünglich in Asien, Afrika und der Karibik.

Was steckt ins 100g Moringablättern

Das Eiweiß aus 200g Soja

Das Vitamin A aus 400g Karotten

Das Calcium aus 1,7 L Milch

Das Vitamin C aus 700g Orangen

Das Eisen aus 2,5 kg Spinat

Das Kalium aus 1,5 kg Bananen

Das Vitamin B1 und B2 aus 700g Hefe

Die Folsäure aus 400g Rinderleber

Das Polyphenol aus 600 ml Rotwein

Das Vitamin E aus 400g Nüssen

Die Aminosäuren aus 150g Eiern.

Große Mengen an Kupfer, Zink, Mangan, Selen, Ballaststoffen, Magnesium, Antioxidantien, Chlorophyll und Omega Fettsäuren.

Insgesamt über 100 Vitamine, Mineralien, Öle und Proteine

Die enthaltenen Vitamine haben zudem aufgrund es Phytohormons Zeatin eine sehr hohe Bioverfügbarkeit.

Verarbeitungsmöglichkeiten

Die frischen grünen Schoten lassen sich in Stücke geschnitten zu leckeren Suppen kochen. Bei älteren Schoten, muss zunächst die leicht holzig gewordene Außenhülle abgezogen werden.

Die frischen Triebe und jungen Blätter des Baumes, lassen sich ähnlich Spinat verarbeiten.

Ältere Blätter, werden zu dem mittlerweile häufiger gesichteten Blattpulver verarbeitet. Anstatt dieses als Kapseln zu schlucken, lassen sich hiermit auch Saucen und Suppen binden.

Aus den zartgelben Blüten des Baumes, welche nach Honig und Veilchen duften, lässt sich getrocknet ein Tee kochen welcher hervorragend gegen Husten hilft. Frisch zerkocht ergeben sie ein Gemüse welches geschmacklich an Pilze erinnert. Selbst der Blütensaft ist als Medizin bei Blasenerkrankungen oder Verstopfung einsetzbar.

Sprossen und rübenartigen Wurzeln des Lebensbaumes, lassen sich zu einem gesunden Meerrettichersatz verarbeiten. Der Wurzelsaft wird in den Heimatländern des Moringa auch als blauer Farbstoff für Bekleidung genutzt.

Auch die Borke des Baumes ist nutzbar- etwa um Auflagen oder Naturheilmittel für Rücken, Nieren und Kreislauf herzustellen.

Hierzulande bekannt waren zunächst die Samen- ein besonders reichhaltiges Öl (das Behenöl) lässt sich aus diesen gewinnen, und wurde früher für mechanische Uhren genutzt. Die „Überreste“ der Ölgewinnung, ergeben einen sehr effektiven Pflanzendünger oder lassen sich zum reinigen von Trinkwasser verwenden. Hierbei benötigt es ca. 200mg geschrotete Samen (ohne Hülle) auf einen Liter schmutziges oder salziges Wasser. Die Samen lassen sich jedoch auch wie Erbsen kochen oder geröstet als Nüsse knabbern.

Die Reste der Verarbeitung, so es denn welche gibt, sind auch als Tierfutter nutzbar.

Hinweise zum Eigenanbau

Sehr frische Samen haben eine Keimquote von 75-90%. Aufgrund seiner subtropischen bis tropischen Herkunft benötigt der Moringasamen keine Kälteperiode. 1-2 Tage in Wasser einweichen, dann in feuchte Erde stecken genügt.

Im mitteleuropäischen Raum empfiehlt es sich den Wunderbaum als Topfpflanze zu halten, um ihn im Winter ins Haus holen zu können.

Achtung: pflanzen Sie den Steckling besser schon zu Beginn in einen sehr großen Topf- die Moringawurzel ist sehr empfindlich. Wird die Hauptwurzel verletzt, bedeutet dies meist das Ende des Lebensspenders.

Der größte Vorteil des Baumes in Hungergebieten, ist zugleich ein Nachteil für den Anbau im Garten:

Der Moringabaum wächst im ersten Jahr bereits bis zu 5m und blüht innerhalb von 6 Monaten.

Er benötigt wenig Wasser, viel Sonne und sehr sehr viel Pflege.

Bereits bei 60cm Höhe, sollte das junge Moringabäumchen um 10-20cm zurückgeschnitten werden. Den Austrieb ebenfalls ab 20cm halbieren, wiederholen.

Ohne diese Anfangsmaßnahmen, wächst der Baum sehr hoch und dünn was die Ernte von Schoten und Blättern erschwert.

Auch danach ist ein monatlicher Beschnitt nötig um dem Meerrettichbaum nicht den gesamten Garten zu opfern.

Achtung- die Äste brechen sehr leicht – kletternde Kinder oder darunter parkende Autos könnten gefährdet werden.

Vom Beschnitt abgesehen ist der Oleifera recht anspruchslos. Ínsektenbefall ist fast ausgeschlossen, im schlimmsten Falle reicht es den betroffenen Ast abzubrechen.

Anwendungsgebiete

Die ersten überlieferten Einträge zu Moringa, finden sich in 5000 Jahre alten indischen Veden. Im Ayurveda ist es die „Pflanze die 300 Krankheiten heilt“.

Mögliche Anwendungsgebiete wären Bluthochdruck, Erkältung, ein schlechtes Immunsystem oder Unterernährung, aber auch Übergewicht (ironischerweise wird dies teilweise durch Nährstoffmangel verursacht), Schuppenflechte und Schlafprobleme. Durch seine hohe Anzahl an Antioxidantien findet es auch Einsatz in der Krebsvorsorge.

Moringapulver ist kein Ersatz für eine gesunde, ausgewogene Ernährung.

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