Rosenwurz - wie eine lebensfeindliche Umwelt ihre Bewohner schützt.

Allgemein ​​

Die Rosenwurz ist unter vielen Namen bekannt, so etwa goldene Wurzel, arktische Wurzel oder sibirischer Ginseng. Diese Namen lassen Ihre Herkunft schon erahnen - den kalten Norden. Traditionelle Anwendung findet das Dickblattgewächs in Russland, Teilen Skandinaviens und in der Mongolei. Ihre Anwendungsgebiete passen ebenfalls zu den kalten dunklen Gegenden - Depressionen, Blutarmut, schwaches Immunsystem und Müdigkeit. Auch zur Behandlung der Höhenkrankheit ist die Rosenwurz bekannt. Man merkt schnell - die Natur hat tatsächlich überall auf der Welt auf Ihre Art für den Menschen vorgesorgt.

Wirkstoffe

Die wirksamen Inhaltsstoffe sind maßgeblich phenolische Glycoside, welche das Level des Stresshormons Cortisol reduzieren, aber auch die Ausschüttung und Aufnahme von Glückshormonen (serotonin) und Wachmachern (Norephinephrin, Dopamine. Die Inhaltsstoffe machen die Rosenwurz zu einem "Adaptogen" - einem Anpasser an die karge Umwelt.

Was steckt hinter diesen Botenstoffen?

+ Serotonin​​ Wirkt unter anderem Blutdrucksteigernd, gerinnungsfördernd, wundheilend und verdauungsanregend. Auch die Regulation des Augeninnendrucks ist Aufgabe des Serotonins. Seine größte Wirkung entfaltet es jedoch in unserem Nervensystem. Hier wirkt es sich direkt auf Schlaf, Schmerzempfinden, Appetit, Temperaturregelung und Sexualverhalten aus. Zudem bewirkt es ein Gefühl von Ruhe und Zufriedenheit, während Hunger, Trauer, Angst und Wut gedämpft werden. Ein bekanntes Beispiel für serotoninhaltige Lebensmittel ist Schokolade. Serotonin findet entsprechend in Antidepressiva, Appetitzüglern und Schlafmitteln Verwendung.

+ Dopamin

Auch das Dopamin zählt zu den sogenannten Glückshormonen, jedoch wirkt es im Gegensatz zum Serotonin nicht beruhigend, sondern Antriebssteigernd.

+ Norepinephrin Bekannter ist es unter der Bezeichnung Noradrenalin. Es wirkt Blutdrucksteigernd und wird von Körper und Psyche für die Überwindung von Extremsituationen benötigt. Das Immunsystem fährt auf Hochtouren, Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit sind gesteigert.

+ Endorphine Endorphine sind körpereigene Opiate - sie helfen bei der Überwindung von Hunger und Schmerz und rufen ein Glücksempfinden hervor. Dieses Phänomen lässt sich bei Joggern, aber auch schwer Verletzten beobachten. Die Ausschüttung dieser Endorphine ist auch ein Grund, warum die Rosenwurz in baltischen Ländern unterstützend beim Opiat- und Alkoholentzug eingesetzt wird.

- Cortisol Ein erhöhtes Maß an Cortisol kann in einigen Fällen durchaus hilfreich sein. Das Problem ist aber, dass im modernen, stressigen Alltag viele unter einem permanent hohen Cortisolspiegel leiden. Am frühen Morgen, treibt einen ein etwas höherer Cortisolspiegel zunächst aus dem Bett. Ein Kaffee fördert die Cortisolausschüttung. Die Wirkungen von Cortisol jedoch, sind: - Muskelabbau - Zunahme von Bauchfett -Dämpfung des Immunsystems - reduzierte Testosteronausschüttung - erhöhtes Schmerzempfinden - Störungen des Nachtschlafs sowie Müdigkeit am Tage - Verdauungsstörungen - Heißhunger, Insulinrestistenz und die Blockierung von Sättigungshormonen.

Aufgrund seiner stark anregenden, jedoch unbedenklicherer Wirkung, ist Rosenwurztee eine mögliche Alternative zu Kaffee am Morgen.

Tipp: Auch Speiseöle welche reich an Omega 3 Fettsäuren sind, wirken im Körper antientzündlich und können den Körper so möglicherweise an der Ausschüttung von Cortisol zur Entzündungshemmung hindern.

Wirkung ​​

Die Rosenwurz bietet den Bewohnern sibirischer Regionen einen starken natürlichen Helfer. Sie wirkt anregend, jedoch stressregulierend und schützt mit ihren Antioxidantien Herz und Nervenzellen.

Auch bei Blutarmut oder einem geschwächten Immunsystem wird die Möhren-ähnliche Pfahlwurzel angewendet. Die goldene Wurzel ist Angstlösend, unterstützt die Wundheilung und die Ausspülung von Giften.

Nicht umsonst gibt es ein sibirisches Sprichwort, dass besagt man lebe 100 Jahre wenn man Rosenwurztee genießt. Die Wurzel wurde früher gegen Wein, Früchte und Honig eingetauscht und war sehr begehrt.

Äußerlich wurde ein Auszug bei entzündlichen oder schwer heilenden Haut- und Schleimhautkrankheiten eingesetzt.

Aufgrund der Cortisolhemmenden Wirkung, ist die Rhodiola rosea auch zum abnehmen, oder der Behandlung von stressbedingter Impotenz und aller Arten von Menstruationsstörungen geeignet.

Schon kurzfristig eingenommen, unterstützen die angeregten Hormone Konzentrationsfähigkeit und Langzeitgedächtnis. Da der Energiestoffwechsel in Muskeln und Gehirn verbessert wird, steigen körperliche wie geistige Leistungsfähigkeit.

Auch die moderene Forschung ist sehr an der Höhenpflanze interessiert. So konnten bei Fruchtfliegen die Verlängerung der Lebensdauer um bis zu 24% verzeichnet werden, sowie Erfolge in der Krebsforschung an Mäusen und Kaninchen.

Wirksamkeit ​​ Von Skeptikern wird darauf ​​hingewiesen, dass Rosenwurz hierzulande kein zugelassenes Arzneimittel ist, die Wirksamkeit also nicht bestätigt wäre.

Die mangelnde Heilmittelzulassung, beruht jedoch auf EU-Regelungen. Die Schweiz beispielsweise, als Nicht-EU Land, hat Rosenwurz bereits 2010 als Arzneimittel zugelassen.

Weiterhin gibt es ca. 200 medizinische Studien, welche die Wirksamkeit von Rosenwurz bestätigen.

Diese waren verschiedener Art - einfache Testreihen, bei welcher subjektives Empfinden gemessen wurde und hormonelle Werte mit seperaten Studien verglichen wurden.

Blindstudien, bei welchem die Rosenwurzel im direkten Vergleich zu etablierten Antidepressiva und Angstlösern (Sertraline, Benzodiazepin) stand. Hierbei war die gefühlte Verbesserung (anhand medizinischer Skalen) der Stimmungslage bei leichten bis mittelschweren Depressionen annähernd gleich, die Nebenwirkung in der Rosenwurz-Gruppe jedoch deutlich niedriger. So gab es die Empfehlung, Rosenwurzextrakte als Alternativtherapie bei Patienten mit starken Unverträglichkeitsreaktionen auf reguläre Medikamente zu testen. Typische Nebenwirkungen stimmungsaufhellender Medikamente, sind Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Verstopfung, Schwitzen und Impotenz.

In der Gruppe der Rosenwurz-Patienten, kamen nur halb so oft (und deutlich schwächer) Nebenwirkungen vor. Es gab keine Studienteilnehmer, welche aufgrund der Nebenwirkungen abbrechen mussten. Bekannte Nebenwirkungen der Rosenwurz sind Mundtrockenheit, in einigen Fällen Übelkeit und Schlafstörungen (aufgrund des anregenden Effekts sollte Rosenwurz daher am Morgen konsumiert werden)

Auch Placebogstützte Doppelblindstudien, etwa an Patienten chronischer Müdigkeit, wurden durchgeführt. Auch hier lies sich eine Verbesserung der Symptome feststellen, wie auch ein deutlich niedrigerer Cortisolspiegel im Speichel.

Achtung!

Rosenwurz sind kein Ersatz für eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Nicht geeignet ist die Rosenwurz für Kinder, Schwangere, Personen mit Leber- oder Nierenschäden, sowie stark fiebernde Personen. Auch sollten normale Tagesdosen nicht überschritten werden (ähnlich wie bei Zimt und Muskat). Setzen Sie unter keinen Umständen verschriebene Antidepressiva ab, ohne dies mit Ihrem Arzt abzuklären!

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