Mönchspfeffer - schwanger durch die Pflanze der Keuschheit?

Allgemein

Mönchspfeffer ist auch bekannt als Keuschlamm, Keuschbaum und Bestandteil des Liebfrauenkrautes.

Historisch wurden die Samen als günstiger Pfefferersatz genutzt und machten Männer dank niedrigen Testosteronspiegels fromm wie einen Mönch, beziehungsweise keusch wie ein Lamm.

Interessanterweise, brauten Mönche aus eben diesem Grund im Mittelalter so vermehrt Bier - auch der Hopfen lässt die männliche Lust und Leistung sinken.

In abgestimmter Dosierungen jedoch, ist die genau gegenteilige Wirkung zu erwarten - Spermenproduktion, Libido und Potenz werden angekurbelt.

Somit wäre schon einmal der männliche Partner bei Kinderwunsch versorgt, soll es doch im Rest unseres Beitrages um die Anwendung des Mönchspfeffers bei Frauen handeln.

Der Mönchspfeffer wirkt mit Phytohormonen auf die Hypophyse ein.

Bei geringer Dosierung steigt der Prolaktinspiegel, welcher unter anderem für die Milchbildung verantwortlich ist. Bei hoher Dosierung sinkt der Spiegel dieser Gestagene, der der Östrogene steigt.

Wie also hilft Mönchspfeffer bei Fruchtbarkeitsproblemen oder Kinderwunsch?

Ein hoher Prolaktinspiegel, wie er üblicherweise bei Schwangeren und vorallem Stillenden vorkommt, hemmt den Eisprung und führt in hohen Dosen zur "Vermännlichung", welche sich durch Körper- und Gesichtsbehaarung, Akne und Übergewicht, wie auch Haarausfall äußern kann. Ein erhöhter Prolaktinspiegel kann als Ursache Stress, oder häufig aber das Polyzystische Ovarialsyndrom haben.

Findet doch ein Eisprung statt, so sind die Gebärmutterschleimhaut und der Hormonhaushalt oft unzureichend für eine dauerhafte Versorgung des Wunschkindes.

Mönchspfeffer senkt die Prolaktinbildung. Durch die Erhöhung des Progesterons werden, auch bei Gelbkörperschwäche eine gesunde Schleimhaut aufgebaut, vorallem aber ein regelmäßiger Zyklus erreicht.

Dieser kann zu Beginn der "Behandlung" etwas länger werden, pegelt sich dann jedoch mit berechenbarem Eisprung ein.

Der hohe Spiegel an Progesteron verhindert zudem die Fehlgeburt aufgrund von Gelbkörperschwäche oder PCO selbst selbst, bis die Plazenta ab der magischen Marke von ca. 12 Wochen selbst die Hormonregulation übernimmt.

Weitere Anwendungsgebiete

Außerhalb der Familienplanung, lässt sich die beschriebene Wirkung auch weiterhin zur bei unregelmäßigem Zyklus, sowie stark ausgeprägtem prämenstruellen Syndrom und Menstruationsproblemen (etwa Brustspannen) einsetzen.

Auch während der Wechseljahre können Frauen ihren Hormonhaushalt mit Mönchspfeffer regulieren.

Abseits dieser typischen Frauenleiden, ist wie erwähnt die Behandlung von hormonbedingt dünnen Haaren, männlichem Haarwuchs, Akne und Übergewicht (auch Dehnungsstreifen durch das Cushingsyndrom) möglich.

Auch um Zecken fernzuhalten, den Insulinhaushalt zu regulieren und Entzündungswerte im Körper zu verringern, hat sich der Einsatz des Mönchspfeffers bewährt.

Noch erforscht. werden derzeit ein möglicher Einsatz von Mönchspfeffer in der Krebsforschung, bei verscheidenen Nervenkrankheiten sowie Depressionen.

Zubereitung des Mönchspfeffer-Tees

Ein bis zwei Teelöffel des Mönchpfeffers werden auf eine Tasse mit sprudelnd-kochendem Wasser gegeben. Über den Tag verteilt sollten 2-3 Tassen täglich genossen werden, spätestens bis ins 2. Trimester der Schwangerschaft hinein.

Alle 6 Wochen sollte eine ca. 1-wöchige Pause eingelegt werden, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden und dem Körper nach dieser Unterstützung die Chance zur Selbstregulation zu bieten.

Der Kinderwunschtee lässt sich geschmacklich auch mit anderen Frauenkräutern abrunden, etwa Lavendel, Hopfen, Frauenmantel, Brennnessel.....

Achtung: Besprechen Sie hormonelle Probleme und den Einsatz von Mönchspfeffer mit Ihrem Arzt. Stillende sollten wegen der möglicherweise prolaktinhemmenden Wirkung auf den Einsatz verzichten. Die männliche Erektionsfähigkeit und Libido können durch Mönchspfeffer negativ beeinflusst werden.

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