Kümmel, Dill & Co. - Wie Sie Babys Blähungen natürlich lindern können


Ungefähr ein Drittel der Neugeborenen und Säuglinge leiden unter schmerzenden Blähungen. Dies bringt nicht nur eine psychiche Belastung für die Eltern mit sich - da sowohl die ausreichende Nahrungsaufnahme, als auch der Schlaf dadurch gestört sind, kann sich dies auch auf die Entwicklung des Gehirns negativ auswirken.

Woher kommen diese Blähungen?

Das Verdauungssystem eines Neugeborenen muss sich zunächst an Verdauung gewöhnen - jegliche Nahrung, auch Milch, ist zunächst eine Belastung, wie sie Erwachsene nur bei schwer Verdaulichem erleben.

Zudem wird beim Trinken, Weinen und Atmen Luft geschluckt.

Einige Babys reagieren weiterhin besonders empfindlich auf die Nahrungsaufnahme der stillenden Mutter oder auf viele Sorten künstlicher Babymilch.

Das Einführen erster Beikost stellt die zweite Herausforderung für das Verdauungssystem dar.

Ein erstes Anzeichen für solche Blähungen ist weinen beim oder kurz nach dem Trinken. Nicht jedes anhaltende und scheinbar grundlose Weinen ist jedoch auf Blähungen zurückzuführen - klären Sie sonstige Anpassungsstörungen oder Erkrankungen immer mit einem Arzt ab.

In einigen Fällen hilft das einfache Umstellen der Flaschenmilch, etwa auf eine Formel auf Ziegenmilchbasis beziehungsweise eine angepasste Diät der Mutter. Auch die Art der Flasche beeinflusst, wie viel Luft beim Saugen daran geschluckt werden kann - ein langsamer Fluss unter Anstrengung, ähnlich dem Stillvorgang, sind hier hilfreich, wie etwa bei "Medela Calma". Sauger dieser Art wirken sich auch auf die Kieferentwicklung positiv aus.

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Ein Bäuerchen nach der Milchmahlzeit oder aufrechtes

Schlafen in einer ergonomischen Haltung können ebenfalls Blähungen vorbeugen oder diese lindern.

Essentiell ist es, hierbei die angeborene Anhock-Spreiz-Haltung zu unterstützen.

Natürliche Hilfsmittel bei Blähungen

Schwarzkümmelöl

Zwar würde auch die tropfenweise Einnahme Blähungen lindern, der intensive Geschmack und Geruch würde jedoch viele Babys davon abhalten.

Verbreitet und für hilfreich befunden aber, ist die Bauchmassage mit Schwarzkümmelöl. Massieren Sie das Öl hierbei im Uhrzeigersinn sanft in den Bauch ein - dies folgt dem natürlichen Ablauf des Darms und sollte die Winde so schneller hinausbefördern.

Einige Tropfen Schwarzkümmelöl in Mandelöl gemischt, eignet sich ebenso hervorragend als Stillöl, um die Milchbildung anzuregen.

Weitere natürliche Mittel zur Förderung der Milchbildung, finden Sie in unserem Blog - etwa Bockshorn- oder Brennnesselsamen.

Dillsamentee

Ein Teelöffel Dillsamen wird für ca 5 Minuten in einem halben Liter Wasser aufgekocht und abgeseiht. Den entstandenen Tee 1:1 mit Wasser verdünnen, welches für Säuglingsnahrung geeignet ist. Ein Teelöffel vor der Milch- oder Beikost-Mahlzeit soll den Blähungen dabei vorbeugen.

Sollte Ihr Baby den Tee ablehnen, ist ein leichtes Süßen mit Milchzucker möglich, welcher ebenfalls verdauungsfördernd wirkt.

Beikostöl

Bei der Umstellung auf Breinahrung, verhindern geeignete Öle die Blähungen und versorgen das Gehirn mit essentiellen Fetten. Besonders wertvoll sind hier Lein- und Hanfsamenöl, welches mit herkömmlichen Speiseölen wie Raps und Sonnenblume gemischt werden kann.

Achtung: Schlafmangel und ein stetig schreiendes Baby können zu extremen psychischen Ausnahmesituationen führen. Schütteln Sie niemals Ihr Baby! Nehmen Sie die Unterstützung von Schreiambulanzen und - Hotlines an!

Folgen Sie unserem Blog für weitere Hintergrundinformationen und Rezepte mit unseren Heilölen und – kräutern, oder bestellen Beikostöl, Bauchmassageöl und Dillsamen gleich HIER!

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