Kurkuma - der Underdog der Superfoods


Äußerlich erinnert die Kurkuma-Wurzel zunächst an eine Ingwerknolle. Die Namen "Gelber Ingwer", "Gelbwurz" und "Safranwurzel", verraten jedoch bereits das stark färbende Geheimnis im Inneren. Dieses Wurzelpulver ist es daher auch, welche dem Currypulver seinen charakteristischen Farbton verleiht und in früheren Zeiten zum Färben von Papier, Stoffen und anderen Produkten verwendet wurde.

Im asiatischen Raum nimmt Kurkuma jedoch auch einzeln genommen einen wichtigen Platz in der Küche ein. So verbraucht allein Indien knapp 80% des weltweit angebauten Kurkumas. In der indischen Küche, welche eng verbunden mit den ayurvedischen Heilkenntnissen steht, wird dem "heißen" Gewürz eine energiespendende und reinigende Fähigkeit anerkannt. Es wird hier bei Wunden, Infektionen und Leberproblemen verwendet.

Medizinisch nachgewiesen, ist seine anregende Wirkung auf die Produktion von Gallensäure. Die Verdauung kann somit angeregt werden. Die WHO empfiehlt hierbei eine Tagesdosis von 3g.

Besonderes Interesse der Medizin hat der Wirkstoff Cucurmin erlangt. In Tierversuchen wird dieses vor allem in der Krebsforschung und der experimentellen Behandlung von Krankheiten wie Mukoviszidose, Diabetes und Alzheimer verwendet. Es soll stark antientzündlich wirken (etwa bei Arthrose), sowie antibakteriell und pilzhemmend.

Oft mit Argwohn betrachtet, ist die vielfach von zweifelhaften Quellen gelobte Wirksamkeit bei Depressionen, Schmerzen und verschiedenen Krebsarten.

Eine seriöse deutsche Zusammenfassung verschiedener internationaler Studien (inklusive deren Quellen), findet sich bei der Uniklinik Freiburg: "Kurkuma - Wissenschaftliche Zusammenfassung 2015"

Ein bekanntes Problem der Kurkuma-Behandlung: Die schlechte Aufnahme über den Magen-Darm-Trakt. Kurkuma ist nicht wasserlöslich und sollte stets mit gesunden Fetten eingenommen werden. In Studien konnte sich zudem eine verbesserte Aufnahme in Verbindung mit schwarzem Pfeffer zeigen. Auch nach der Aufnahme wird der Wirkstoff Cucurmin schnell über die Leber abgebaut.

Achtung: Kurkuma kann blutverdünnend wirken und sollte nicht bei Durchfall oder Gallensteinen, sowie in der Schwangerschaft und Stillzeit eingesetzt werden.

Kurkuma ist kein Ersatz für medizinische Betreuung. Besprechen Sie die Einnahme immer mit Ihrem behandelnden Arzt!

Wie kann ich Kurkuma einnehmen?

Das trockene, bitter-scharfe Pulver lässt sich nicht einfach mit dem Löffel essen. Es finden sich zahlreiche Rezepte für den vielfältigen Einsatz der Gelbwurz. Wem eine gleichmäßige tägliche Einnahme besonders wichtig ist, der ist mit "goldener Milch" gut beraten.

Hauptzutaten:

  • 350ml pflanzliche Milch (Sojamilch, Mandelmilch, Reismilch, Hafermilch...)

  • 1 Esslöffel Kurkumapulver oder -Paste (zunächst mit geringerer Dosierung beginnen)

Diese Grundlage kann nun varriert werden:

  • Zum Würzen: Ingwer, Pfeffer, Koriander, Vanille, Kardamom, Orangenschale, Muskatnuss, Zimt und andere "warme" Gewürze

  • Zum Süßen: 1-2 Esslöffel Ahornsirup, Agavendicksaft, Honig oder andere Süßungsmittel

  • Zum Verdünnen: Um die Konsistenz der goldenen Milch flüssiger zu gestalten, eignen sich Wasser oder Kokosmilch

  • Zum Andicken: Wer es gehaltvoll mag, kann Mandel- oder Sesammus hinzugeben. Auch Kokosöl empfiehlt sich, insbesondere da sich die Aufnahme des Cucurmin dadurch verbessert.

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