Mehr als ein Lebensmittel - Herzenssache Distelöl


Das Distelöl, auch Safloröl genannt, stammt nicht von irgendeinem Unkraut, sondern von der Färberdistel, auch Öldistel oder falscher Safran genannt. Auch die regionalen Namen spielen Meist auf Safran an, da diese Distel ebenfalls zum gelbfärben von Speisen verwendet wurde.

Seit Tausenden Jahren vor Christi Geburt, wurde sie bereits zum färben von Textilien genutzt und kurze Zeit später auch ihr Öl - etwa als Lampenöl, aber auch zur Herstellung medizinischer Salben.

Sowohl Blüten, als auch Öl, wurden zur Herstellung von Farben verwendet. Den Blüten liesen sich gelbe und Rote Farbtöne entlocken, das Öl brachte alle Farben besonders zum Leuchten.

Was kann passieren wenn ich Distelöl einnehme?

Einer der Hauptbestandteile des Distelöls, ist die Linolsäure, eine essentielle Fettsäure, die besonders bei Stress vermehrt benötigt wird. Sie ist wichtig für den Sauerstoffwechsel und die Muskelregeneration, sowie die Erregungsleitung zum Herzen. In der Medizin wird Distelöl dazu verwendet, Arteriosklerose (der Verkalkung der Aterien) vorzubeugen und somit auch Herzinfarkten und Schlaganfällen. Da es den Cholesterinwert und Appetit senkt, hat es für gefährdete Patienten einen mehrfachen Nutzen. Auch Blutzuckerwerte können durch den hohen Omega-6 Anteil positiv beeinflusst werden. Das Antioxidant Vitamin-E schützt das Herz und weitere Zellen vor weiteren Schäden. Ein weiterer Vorteil für die Herzgesundheit, ist die Umverteilung des besonders gefährlichen Stammfettes.

Fettlösliche Giftstoffe können dank der Linolsäure abtransportiert und ausgeschieden werden. Das Immunsystem wird so insgesamt gestärkt.

Durch die Linolsäure des Distelöls, wird die Funktion der Blutplättchen unterstützt und durch die Verdünnung des Blutes auch der Blutdruck gesenkt.

Besonders geschätzt ist das Distelöl in der Behandlung des Prämenstruellen Syndroms - die Prostaglandine im Körper werden reguliert, so dass die Probleme dieses Hormnonschwungs abgemildert werden und ein regelmäßiger Zyklus gefördert wird. Dank der Auswirkungen auf die Muskulatur, ist mit weniger schmerzhaften Krämpfen zu rechnen.

Distelöl wirkt sehr anregend auf den gesamten Körper und ist daher auch als Massageöl sehr geeignet, insbesondere bei Gelenk- und Muskelschmerzen.

Distelöl für die Schönheitspflege

Auch die Zellgesundheit und -erneuerung ist auf Linolsäure zurückzuführen. Insbesondere Hautzellen enthalten Linolsäure um nicht auszutrocknen und Schaden zu nehmen. Auch bereits geschädigte Haut kann mit Linolsäure behandelt werden - es gibt daher keine Höchstgrenze für den Einsatz in Cremes und Kosmetika. Äußerlich angewendet, wirkt das Distelöl gegen Pickel, Akne und Mitesser und mattiert die Haut sanft. Auch bereits bestehende Narben und Flecken werden mit der Zeit wieder gemildert. Aufgrund seines Vitamin-K-Gehaltes, ist es besonders geeignet für die Behandlung der Augenpartie und kann hier dunkle Augenringe verblassen.

Dem Haar schenkt eine regelmäßige Kur Gesundheit und Glanz und kann in einigen Fällen das Haarwachstum verbessern.

Achtung: Distelöl nicht bzw. nur in Absprache mit einem Arzt einnehmen wenn:

  • Eine Bluterkrankheit vorliegt

  • Blutverdünnende Medikamente (z.B. auch Aspirin) eingenommen werden

  • Krankhaft niedrigem Blutdruck

  • Große Mengen Alkohol konsumiert werden

  • Eine Schwangerschaft vorliegt

  • Sie eine unbehandelte Diabetes haben

  • Ungeklärten Herz- oder Nierenproblemen

  • Allergien gegen Korbblüter

  • Auftretenden Verdauungsbeschwerden nach der Einnahme

Distelöl senkt neben schlechtem, auch gute Fette im Körper. Daher sollten Sie stets auch andere, gute Öle verwenden, um diesen Effekt auszugleichen.

Distelöl enthält vornehmlich Omega-6-Fettsäuren. Sorgen Sie für einen gesunden Ausgleich an Omega-3-Fettsäuren, auch um Entzündungen vorzubeugen.

Eine Reihe von eins vermuteten Wirkungen des Distelöls hat sich n icht bestätigt, dennoch sind hier nach wie vor viele halbwahre Informationen im Umlauf. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsprobleme daher zunächst mit Ihrem Arzt. Nicht bestätigt hat sich so etwa der Einsatz in der Frühchenfütterung, Behandlung von Hepatitis-C oder zystischer Fibrose oder Tumoren.

Einige Behandlungen, etwa die von Husten, beziehen sich nur auf den Tee aus Distelblüten, nicht das Öl selbst.

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